Erinaceus europaeus (Linnaeus, 1758)In seltenen Fällen findet man im Herbst einen hilfebedürftigen Igel. Vor dem Winterschlaf müssen sich Igel Fettreserven anfressen, aber manchmal geht das schief. Wer dem Igel helfen möchte, sollte einige Dinge beachten (1).

Igel sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen nicht grundlos aufgenommen werden! Sie finden sich als Wildtiere in der Natur bestens zurecht.

Hilfe ist nur erlaubt, wenn ein Igel offensichtlich verletzt oder krank und schwach ist. Igel sollten immer schnell in professionelle Hände gegeben werden.

Wann braucht ein Igel Hilfe?

  • schwach, krank oder verletzt
  • unterernährt, Gewicht Anfang November unter 500g (unterernährte Igel sind wurstförmig dünn und nicht birnenförmig, wie man es sonst kennt)
  • unterkühlt, bei Frost oder/und Schnee unterwegs (und nicht im Winterschlaf)

Was frisst und trinkt ein Igel?

  • Hunde- und Katzenfutter
  • Wasser

Was darf ein Igel nicht bekommen?

  • Speisereste
  • Milch

Wo bekommt ein Igel professionelle Hilfe?

  • Beratungs-Hotline: "Pro Igel"
  • beim Tierarzt
  • lokaler Tierschutzverein
  • Auskunft beim Veterinäramt
  • bei Igelstationen (siehe im Internet oder Telefonbuch)
  • im Tierheim

Was kann man noch tun?

Auf einen etwas ungewöhnlichen Hinweis bin ich in einer Facebook-Gruppe gestoßen: Upcycling: Maskara-Bürsten für Igel-Rettungsstationen.

Infobroschüre vom NABU

Der NABU bietet eine Broschüre "Der Igel. Artenschutz vor der Haustür". Sie klärt darüber auf, wann ein Igel Hilfe benötigt und insbesondere WANN NICHT!

Zu bestellen gegen Einsendung von fünf 70-Cent-Briefmarken beim
NABU Niedersachsen
Alleestraße 36
30167 Hannover

 

Erinaceus europaeus (Linnaeus, 1758)
© Michael Gäbler / Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

 

(1) ZDF WISO, 30.09.2018

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