Lilie mit BieneDas Bienensterben. Seit einiger Zeit findet sich das Thema verstärkt in den Medien. Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren der Landwirtschaft, aber sie erfahren in der Öffentlichkeit nur eine geringe Beachtung. Sie stehen halt nicht auf Weiden herum oder landen als Wurst und Streak auf den Tellern. Sie sind jedoch für die Bestäubung der meisten Nutzpflanzen verantwortlich. Ohne Bienen käme es zu großen Verlusten... finanziell und versorgungstechnisch.

Seit einigen Jahren sind lt. Presseberichten das Sterben von Bienenvölkern und hohe Sterberaten in Bienenstöcken auffällig. Lange Zeit war der klassische Plagegeist die Varroamilbe. Diese Milben saugen das Blut der Bienen. Doch das könne den Völkerrückgang nicht mehr erklären. Die Monokulturen der Landwirtschaft und Pestizide geraten nun mehr in den Fokus. Ein Mix von Einflüssen scheint hier sein Unwesen zu treiben und eine genaue Ursachenklärung lässt noch auf sich warten.

Stellt sich die Frage, was wir als einzelnes Menschlein für die Bienen tun können. Viele Stadtbewohner sind soweit von der Natur entfernt, wie eine Kuh vom Fliegen. Aber es gibt Möglichkeiten, wie man Bienen und Imker unterstützen kann:

  1. Schaut mal im Discounter beim Honig auf die Produktdeklaration. Dort steht oft so etwas wie: "Mischung aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern." Sprich: Der Honig kommt von sonstwo aber nicht von deutschen Imkern. Und da sind wir wieder bei der Alltagspredigt: KAUFT REGIONAL!
    Ja aber wie denn? Wer seine lokalen Imker finden möchte, sucht im Internet nach den Stichworten "Imker" bzw. "Honig" und seinem Wohnort oder ner nächsten Stadt. Viele lokale Imkervereine haben eine Homepage und listen dort ihre Mitglieder, deren Kontakte und Produkte. Man erfährt so, auf welchen Märkten der Honig verkauft wird oder wo man nach telefonischer Rückspreche mal vorbei gehen kann. Das funktioniert auch in Großstädten, denn es gibt schon seit langem Stadtimker.
     
  2. Es gibt lokale Angebote, Mitglied in einem Imkerverbänd zu werden, ohne ein eigene Volk zu besitzen. Fragt in Eurer Region nach, ob ihr auch ohne Bienen irgendwie unterstützen könnt.
      
  3. Setzt in Euren Kleingärten oder auf dem Balkon keine bienengiftigen Pestizide ein. Bienen fliegen auch in Städten und wer seine Balkonpflanzen mit Baumarkt-Pestiziden behandelt, kann auch schnell Bienen vergiften.
      
  4. Werde Bienenparte. Manche Imker oder Vereine bieten eine derartige Möglichkeit. Einfach mal im Internet suchen und die Ziele und Bedingungen durchlesen.
     
  5. Baue ein Bienenhotel bzw. Insektenhotel *). Die sind nicht nur für Bienen sondern für viele andere Insekten nützlich. Bauanleitungen dazu findet man im Internet haufenweise. Auch auf Youtube. Die Baumaterialien findet man in der Natur und ein paar Bretter im Baumarkt. Eventuell kann man auch einfach eine alte Obstkiste verwenden.
     
  6. Werde selbst Imker. Das ist die anspruchsvollste Version der Unterstützung. Für Mini-Imker gibt es fertige Boxen für einen Stellplatz auf dem Balkon, im Garten oder auf dem Dach zu kaufen. Allerdings sollte man sich tunlichst vorher mit der Betreuung von Bienen vertraut machen. Dann mit einem eigenen Volk übernimmt man auch die entsprechende Verantwortung.
Lilie mit Biene
Lilie mit Biene

 

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