Kunststoffersatz

Möchte man nicht nur Verpackungsmaterial aus Kunststoff drastisch reduzieren sondern auch Plastik aus dem Haushalt weitgehend verbannen, muss man sich nach Alternativen umschauen. Da die Menschheit bis vor 100 Jahren ohne Plastik auskam, lassen sich auch viele Alternativen finden. Back to the roots, sozusagen. Allerdings gibt es ein paar Dinge, wo es nicht geht. Insbesondere bei elektrischen Geräten jeder Art hat Kunststoff eine Schutzfunktion und ist meist nicht ersetzbar.

In dieser Rubrik findet ihr meine Erfahrungsberichte.

 

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Kunststofflöffel Soweit mir bekannt, sind Silikonbackformen unbedenklich, insofern sie "getempert" wurden. Nach der Herstellung werden die fertigen Formen normalerweise für mehrere Stunden bei hohen Temperaturen in einen Ofen geschoben. Dadurch gasen flüchtige Verbindungen aus dem Herstellungsprozess aus. Anschließend sind die Formen unbedenklich.

Wer den Herstellern misstraut, kann diesen Schritt zu Hause selber nochmal machen und packt die Formen für 4 bis 5 Stunden bei mindestens 200 Grad in den Ofen.

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Backzutaten in KunststoffverpackungBeim Thema Plastik-Müllreduzierung wird manchmal als eine Möglichkeit genannt, selber zu backen und mit frischen Zutaten zu kochen. Das zielt in die Richtung der Verpackungen von Fertiggerichten, wie Torteneinschalungen oder Beutel aus der Tiefkühltruhe, Verpackungen aus dem Kühlregal oder Mikrowellenschalen.

Nur benötigt man zum Kochen und Backen natürlich Zutaten und die sind auch oft in Kunststoff verpackt. Hier muss man leider je nach Wohnort und Versorgungslage länger tüfteln, um alternative Bezugsquellen zu finden.

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Thermosflaschen aus EdelstahlDie meisten "Dosen" sind heutzutage aus Kunststoff. Das geht schon bei den Brotdosen für die Kinder los. Danach kommen die vielen verschiedenen Tiefkühldosen und Lebensmitteldosen für den Kühlschrank, Dosen für die Küchenschränke usw. Sie sind billig, robust, leicht und halten das übliche Küchentemperaturspektrum aus. Die höherwertigen haben obendrein dichte Deckel und bequeme Klemmverschlüsse.

Aus Metall sind die Klassiker: Die Teedose und die Kaffeedose.

Auch andere Dinge wie Trinkbecher, Flaschen, Geräte usw. sind oft aus Kunststoff. Möchte man diese Gegenstände nach und nach ersetzen, sollte man zu Edelstahl, Glas oder Holz greifen. Aluminium wäre keine gute Wahl, weil sich das Metall bei Kontakt mit Lebensmitteln lösen und in geringen Mengen in der Nahrung landen kann.

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Holzspießer und HolzlöffelHolz hat als nachwachsender Rohstoff eine hohe Bedeutung. Klassiker wie der Holzlöffel zum Kuchenbacken oder das Nudelholz bestehen aber oft aus Kunststoff. Das ist eigentlich gar nicht nötig, denn man bekommt die etablierten Holzprodukte nach wie vor. Gerade beim Kunststoff hat man das Risiko, das durch Verschleiß Kunststoffteile ins Essen gelangen. Typischer Fall ist das Schneidbrett. Bei Holz weniger ein Problem, bei Kunststoff eher doof.

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KunststoffbürstenAuch beim Kochen kann man auf Plastikfreiheit achten, damit man keinen feinen Kunststoffabrieb im Essen hat. Ich sehe hier aber keine größere Dramatik.

Beim Kochen ist sowieso vieles aus Glas, Porzellan, Gußeisen oder Edelstahl. Einen Blick habe ich auf Gegenstände geworfen, von denen Plastikpartikel abgerieben oder abgeschabt werden können und dann im Essen landen.

Schüsseln, Schneidbretter, Rührbesteck und Bürsten sind damit Ersetzungskandidaten.

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Köthener Hausmacher LeberwurstMöchte man den Kunststoffberg der Kühlregale in der Wurst- und Fleischabteilung vermeiden, kann man zum Beispiel auf die Fleischtheke ausweichen. Genauso gibt es verschiedene Konserven in der Dose bzw. im Glas. Bei der Dose wüsste ich nicht, ob sie eine Innenbeschichtung mit Bisphenol A (BPA) hat.

Konservengläser wären da problemlos. Beides, Blech und Glas, ließe sich jedenfalls gut recyclen. Und wie steht es beim Preis?

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Mineralwasser InhaltsstoffeWas mancher nicht weiß: In einigen Regionen Deutschlands kommt das Mineralwasser aus dem Wasserhahn.

Im Trinkwasser sind teilweise mehr Mineralien enthalten als in gekauftem Mineralwasser. Aus Unwissenheit schleppen Verbraucher teures Wasser in Flaschen zentnerweise nach Hause. Inklusive natürlich der vielen Einwegkunststoffflaschen.

Ob in eurer Gegend der Griff zum Wasserhahn reicht, könnt ihr in der Regel über den Wasserversorger ermitteln.

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GewürzmischungenGewürze sind gern in kleinen Kunststoffstreuern mit teilweise irrwitzigen Preisen pro 100 g. Das fällt bei kleinen Packungsgrößen oft gar nicht auf, bevor man von allen gleichartigen Produkten den normierten 100 g Preis verglichen hat. Letztlich halten die kleinen Packungsgrößen oft nicht lange und landen im Müll.

Hier kann man viel sparen. Zum einen beim Plastik, zum anderen beim Produkt.

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Milch in MehrwegflaschenÜber die Jahre können sich in der Küche viele Kunststoffprodukte ansammeln, die zu Omas Zeiten noch aus Edelstahl oder Holz waren. Das fällt vielen erst auf, wenn sie sich mit dem Problem potenzieller Plastikpartikel im Essen auseinandersetzen.

Glücklicherweise kann man zu den Wurzeln zurückkehren, denn die "Originale" sind im Handel erhältlich. Bei mir ist das wesentliche Problem der Verpackungsmüll.

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... ist meiner Meinung nach der wirkungsvollste Ansatz, das Haushaltsmüllaufkommen sofort drastisch zu reduzieren. Leider macht der Handel die Sache schwer. Unverpackt-Läden sind noch selten. Hofläden sind für Städter selten verfügbar. Wochenmärkte sind nicht überall vorhanden und leider geöffnet, wenn Berufstätige meist keine Zeit haben. Discounter und Supermärkte versorgen den Großteil der Bevölkerung. Leider sind genau dort unfassbar viele Waren in Kunststoff verpackt.