Kunststoff-Wissen

Etwas Grundwissen rund um Kunststoff, Mikroplastik, Risiken, Kunststoffrecycling und Bio-Kunststoffe kann nicht schaden. Deshalb habe ich zu verschiedenen Themen recherchiert, die ich genauer wissen wollte. Hier könnt ihr lesen, was ich glaube verstanden zu haben. laughinglaughinglaughing

 

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Microplastics in sedimentsWie so oft im Leben kann man unter einem Begriff verschiedene Dinge verstehen. Tatsächlich gibt es bis heute unterschiedliche Auslegungen, je nach Interessenslage von Verbraucherschutzverbände, Industrie, Naturschützern, Politikern usw. Das wird bei der Verwendung des Begriffes oft nicht differenziert. Erst bei genaueren Stellungnahmen wird klar, was genau wer unter dem Begriff jeweils versteht. Grund genug, sich die gegenwärtige Definition einmal anzusehen.

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Laut Umweltbundesamt (UBA) Deutschland wurden 2016 ca. 10,6 Prozent der Kunststoffverpackungsabfälle exportiert (2). Großimporteur war über viele Jahre China. In 2017 wurden zum Beispiel Folienabfälle für fast 500 EUR/Tonne nach China verkauft (1).

Die chinesische Regierung hat jedoch beschlossen, keinen Plastikmüll mehr anzukaufen. Seit Ende Dezember 2017 gilt ein Einfuhrstopp. Verschiedentlich war zu hören, dass es u.a. damit zu tun hat, dass der Plastikmüll stark verschmutzt und nicht sortenrein war. Andererseits steigt der Wohlstand in China rasant, so dass das Land inzwischen genug eigenen recyclebaren Müll produziert.

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EinwegplastikgeschirrErst vor kurzem hat man nachgewiesen, dass Menschen Mikroplastik ausscheiden, es also essen und es den Verdauungstrakt durchläuft. Inzwischen bildet sich ein allgemeines Bewusstsein über das Umweltproblem heraus. Das EU-Parlament stimmte am 24.10.2018 mit 571 Ja-Stimmen gegen 53 Nein-Stimmen bei 34 Enthaltungen für einen Richtlinien-Entwurf zum Verbot bestimmter Einwegplastikartikel (5).

Zu den betroffenen Kunststoffprodukten gehören:

  • Einwegteller
  • Einwegbesteck (Gabeln, Messer, Löffel, Essstäbchen (Chopsticks))
  • Rührstäbchen
  • Trickhalme
  • Luftballonhalter
  • Wattestäbchen

Für diese Produkte gibt es aus Sicht der EU-Kommision bereits Alternativen.

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StoffbeutelIm Jahr 2016 hat der Handelsverband Deutschland (HDE) mit dem Umweltbundesamt eine (unverbindliche) Selbstverpflichtung zur Reduktion von Plastiktüten abgeschlossen. Seitdem bekommt man große "Einwegtüten" fast nur noch gegen Geld oder gar nicht mehr. Als Alternativen wurden rasch u.a. Papiertüten an den Supermarkt-Kassen angeboten. Papier ist so schön nachwachsend. So hübsch ökologisch. Da ist man gleich beruhigt. Stimmt das wirklich?

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KonservendosenEs gibt Kunststoffe bzw. Kunststoffbestandteile, die hormonell wirksame Stoffe freisetzen und beispielsweise die Fruchtbarkeit von Menschen einschränken könnten. Hierzu zählt Bisphenol A (BPA). Man könnte zu dem Thema wohl Aktenordner füllen. Ich wollte mir nur einen kurzen Überblick verschaffen.

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Unternehmensmeldungen war diese Woche zu entnehmen, dass gut 30 globale Unternehmen die Initiative "Alliance to End Plastic Waste" (AEPW) gegen Plastik-Müll gegründet haben. (1, 3) Die seit Jahren steigende öffentliche Abneigung gegen die Verschmutzung des gesamten Erdballs mit Plastik führt anscheinend zu einem Imageproblem für die Chemiebranche und manche kunststoffnutzende Firmen. Nun will man dem offenbar öffentlichkeitwirksam entgegentreten.