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ApfelkorbWer im Sommer und Herbst an Obst aus dem Garten oder Fallobst kommt, kann daraus Saft selber machen. Dazu benötigt man ein bisschen Equipment und vor allem Zeit.

Für Kleingärtner oder Leute vom Land ist das völlig normal. Vor viele Stadtbewohner eher nicht. Also werfen wir mal einen Blick darauf, wie das geht.

Was braucht man?

Zum Saften benötigt man:


einen Dampfentsafter *)


Weinflaschen *) kann man selber
sammeln und alle Freunde fragen

Ofenhandschuhe *)

Mostkappen Größe 1 *)
für Flaschen mit schmalerem
Hals, z.B. manche Schraubflaschen,
oft 0,25 und 0,5 und 0,75 Liter

Mostkappen Größe 2 *) für
Weinflaschen mit Korkenhalsdicke,
meist 0,75 und 1,0 Liter


Grillzange aus Holz *)

Obstmühle *)


Obstmesser zum Putzen *)
 
     

 

Wie funktioniert saften prinzipiell?

  1. Der Dampfentsafter erzeugt Dampf, der durch einen Siebeinsatz durch das Obst strömt.
  2. Der Dampf lässt die Pflanzenzellen platzen, so dass der Saft austritt.
  3. Der Dampf kondensiert teilweise am Deckel und tropft sterilisiert durch das Obst mit dem Saft in den Saftauffangbehälter.
  4. Am Saftauffangbehälter ist ein Schlauch mit einer Verschlussklemme, über den man die Flaschen befüllen kann.
  5. Die Flaschen und Mostkappen werden in heißem Wasser sterilisiert.
  6. Die Flaschen werden befüllt und mit einer Mostkappe verschlossen.
Mirabellen
Mirabellen

 

Wie funktioniert Saften im Detail?

  • Die Früchte werden gewaschen.
    • Kirschen, Mirabellen, Kirschpflaumen usw. kommen sie wie sie sind in den Siebeinsatz vom Entsafter. Große Früchte halbieren. Kerne können drin bleiben.
    • Äpfel und Birnen werden außen mit einem Obstmesser  *) von faulen Stellen befreit. Dann werden sie halbiert und auf Wurmfraß und Fauligkeit kontrolliert. Wurmige Kerngehäuse und Fraßstellen entfernen.
      • Da Äpfel und Birnen recht große Früchte sind und ich eine gute Ausbeute haben möchte, werden die Früchte zerkleinert.
        Ich nehme die geputzten Früchte mit Stiel, Gehäuse, Schale und Fruchtkörper und gebe sie in eine Obstmühle *). Eine Obstmühle ist robust und kommt mit der Menge locker zurecht.
  • In den unteren Behälter des Dampfentsafters *) kommt Wasser. Der Behälter wird auf den Herd gestellt.
  • Auf den Wasserbehälter kommt der Saftauffangbehälter mit dem Schlauch. Der Schlauch wird mit der Klemme verschlossen.
  • In den Saftauffangbehälter kommt der Siebeinsatz mit den Früchten. Ich fülle den Siebeinsatz immer bis zum Deckel mit Früchten.
  • Obenauf kommen ca. 200-300 g Zucker. Er wirkt als Konservierungsmittel. Wichtiger ist jedoch steriles arbeiten.
  • Zum Schluss kommt der Deckel obenauf.
  • Nun wird der Herd angestellt und das Wasser zum Kochen gebracht. Die Hitze wird so gewählt, dass es immer leicht köchelt und im Innern Dampf aufsteigt. Der Dampf strömt durch den Siebeinsatz und dann durch das Obst.
  • Der Dampf lässt die Pflanzenzellen platzen, so dass der Saft austritt. Das dauert bei Äpfeln beispielsweise 3-4 Stunden auf kleiner Flamme. In dieser Zeit sacken Äpfel auf ca. die Hälfte zusammen.
  • Der Dampf kondensiert teilweise am Deckel und tropft sterilisiert durch das Obst mit dem Saft in den Saftauffangbehälter.
  • Am Saftauffangbehälter ist ein Schlauch mit einer Verschlussklemme, über den man die Flaschen befüllen kann.
  • Zwischendurch kontrolliert man den Saftauffangbehälter durch Abheben des Siebeinsatzes (Ofenhandschuhe! *)). Der Saft darf innen nicht überlaufen. Normalerweise reicht der Auffangbehälter für eine Ladung aus.
  • Wenn das Saften dem Ende entgegen geht, bringt man in einer Pfanne o.ä. Wasser zum Kochen und legt die Weinflaschen *) und Mostkappen *) zum Desinfizieren hinein.
  • Je eine Flasche wird mit einer Grillzange vorn an der Öffnung aus dem kochenden Wasser gehoben und mit Ofenhandschuhen herausgehoben und ausgeschüttet.
  • Die heiße Flasche wir mit dem heißen Saft befüllt.
  • Anschließend wird die Flasche mit einer Mostkappe verschlossen. Auch hier hilft wieder die Grillzange aus Holz *), um die Mostkappe aus dem Wasser zu fischen.
  • Die heißen Flaschen kann man zum Abkühlen auf ein Tuch stellen. Während des Abkühlens sinkt der Saftpegel in der Flasche. Oben bildet sich ein Unterdruck und zieht den mittleren Teil der Mostkappe nach innen. Im Prinzip wie bei einem Twist-off-Klickdeckel

Derart hergestelle Saftflaschen halten viele Jahre bei Zimmertemperatur. Man lagert sie dunkel.

Saftflaschen
Saftflaschen

 

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