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DIY-WaschmittelDie Geschäfte stehen voll mit Waschmitteln, teilweise in Monsterpackungen, die mega oder ultra oder super oder strahlen sauber machen. Fakt ist doch aber, dass in den meisten Haushalten die Wäsche einmal getragen wird, dann durchgeschwitzt ist und im Wäschekorb landet. Aber richtig schmutzig ist sie nicht. Nur z.B. Arbeitsbekleidung oder Kinderbekleidung können mal richtig dreckig sein. Dann aber sind eher die Flecken von Speisen oder von Gras das Problem und nicht Erde oder Sand. Also müsste für die meisten Fälle auch ein einfaches Waschmittel reichen. Unsere Ururgroßeltern hatten ja auch nicht den kunterbunten Chemiecocktail der Neuzeit zur Auswahl. Und moderne Waschmittel gibt es eigentlich noch nicht einmal 100 Jahre, Maschinenwaschmittel eigentlich erst seit ca. 60 Jahren.

Also habe ich mal mit den Basics gearbeitet. Duftstoffe sind überflüssig, weil saubere Wäsche eigentlich gar nicht riechen muss. Sie ist ja sauber. Duftstoffe haften an der Wäsche und werden sowieso nicht von jedem vertragen. Alternativ könnte man es aber mit ätherischen Ölen in sehr kleiner Dosierung probieren. Bisher habe ich sie weggelassen.

Zutaten:

für ein Waschpulver für Buntwäsche (keine Wolle oder Seide!):

  • 150 g Waschsoda (wasserfreies Soda, kein Kristallsoda)
  • 150 g Natron
  • 100 g Kernseife

Waschsoda (Natriumcarbonat) ist gut zum Waschen und als Reinigungsmittel geeignet, hat aber wie Natron ein breiteres Anwendungsspektrum.

Natron (Natriumhydrogencarbonat) kennt man aus der Küche und wird oft zum Backen verwendet. Es wird aber weitaus vielfältiger eingesetzt auch in Waschmitteln, als Putzmittel oder zur Geruchsbeseitigung.

Kernseife löst die Oberflächenspannung von Wasser und ermöglicht es, z.B. wasserunlösliche Fette mit Wasser abzuwaschen. In modernen Waschmitteln erledigen Tenside diesen Job.

Kosten:

Wenn ich richtig gerechnet habe, dann kostet bei mir eine Waschladung mit 2 EL DIY-Waschmittel 7 centsmile

Herstellung:

Gegebenenfalls Mundschschutz und Schutzbrille tragen! Beim Reiben von trockener Kernseife entsteht feiner Staub. Auch die anderen Stoffe sollten weder eingeatmet werden noch in die Augen gelangen!

  1. Das Stückchen Kernseife muss mit einer Reibe in feine Krümel gerieben werden. Eine normale Küchenreibe *) sollten den Job tun. Notfalls mit dem Messer Krümel abschaben.
  2. Die Zutaten in ein großes Konservenglas mit Twist-Off-Deckel oder ein Einweckglas mit Bügel und Gummidichtung geben
  3. Verschließen und gut durchschütteln.

Das Waschpulver muss unbedingt luftdicht aufbewahrt werden, damit keine Luftfeuchtigkeit eindringt.

Zutaten für Waschmittel abwiegen

 

Dosierung:

Die Dosierung erfolgt analog zu herkömmlichen Waschmittel. 1 bis 2 EL Pulver auf eine Waschladung. Man sollte die Dosierung entsprechend der Wasserhärte und Verschmutzung ausprobieren.

Als Wasserenthärter kann man Zitronensäure verwenden. Diese gibt es im großen Eimer wesentlich preiswerter als in der Supermarkt-Kleinpackung.

 

Waschtest:

Das DIY-Waschmittel habe ich mit einer Fleckprobe getestet.

 

Bezugsquellen:

Die Zutaten können in der Drogerie oder Online gekauft werden. Zur Müllvermeidung ist es günstig, wenn die Verpackung nicht in Kunststoff erfolgt. Das ist aber nicht immer möglich, weil z.B. große Abpackungen z.B. in Kunststoffeimern ausgeliefert werden oder Kernseife gern in Folie eingewickelt wird. Aber es gibt verschiedene Hersteller und auch verschiedene Verpackungen.

Zitronensäure zum Wasserenthärten:

Waschsoda
Waschsoda
Natron
Natron
Kernseife
Kernseife
Zitronensäure
Zitronensäure

 

Duftnote durch ätherisches Öl:

Bisher steht auf meiner Experimentierliste nur Naissance Lavendelöl 50ml 100% naturreines ätherisches Öl. *)

Davon werden direkt vor dem Waschen nur ein paar Tropfen in die Maschine gegeben.

 

*) Amazon-Partnernet-Link


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