plastikreduziert

  • Weintrauben in IndustrieverpackungIch möchte kurz auf meine Beweggründe beim Thema Plastik-Müllvermeidung eingehen. Viele Menschen befassen sich damit. Aber viele Menschen machen es auch individuell unterschiedlich.

  • Los geht's: Anhand der Bestandsaufnahmen von Bad, Küche und Haushalt ersetze ich schrittweise Produkte in überflüssiger Kunststoffverpackung durch gleichwertige Alternativen - am besten unverpackt oder in Glas bzw. Papier.

    Begonnen habe ich im August 2018. Und wie ich das mache, lest ihr im Folgenden.

  • Backzutaten in KunststoffverpackungBeim Thema Plastik-Müllreduzierung wird manchmal als eine Möglichkeit genannt, selber zu backen und mit frischen Zutaten zu kochen. Das zielt in die Richtung der Verpackungen von Fertiggerichten, wie Torteneinschalungen oder Beutel aus der Tiefkühltruhe, Verpackungen aus dem Kühlregal oder Mikrowellenschalen.

    Nur benötigt man zum Kochen und Backen natürlich Zutaten und die sind auch oft in Kunststoff verpackt. Hier muss man leider je nach Wohnort und Versorgungslage länger tüfteln, um alternative Bezugsquellen zu finden.

  • Deo-PumpsprayIch verwende seit Jahren ein Deo-Pumpspray. Bis vor ca. 3 Jahren gab es das in einer Glasflasche mit Kunststoffpumpeinsatz. Doch dann wurde zu einer Kunststoffkomplettlösung gewechselt. So spart der Hersteller Gewicht und erhöht durch den spottbillige Kunststoff vermutlich den Gewinn. Der Preis ist nämlich gleich geblieben. Nun enthält meine Deo-Marke wie viele andere eine Aluminiumverbindung, nämlich Aluminium Chlorid. Dieser Stoff gilt als gesundheitlich bedenklich.

  • EinwegplastikgeschirrErst vor kurzem hat man nachgewiesen, dass Menschen Mikroplastik ausscheiden, es also essen und es den Verdauungstrakt durchläuft. Inzwischen bildet sich ein allgemeines Bewusstsein über das Umweltproblem heraus. Das EU-Parlament stimmte am 24.10.2018 mit 571 Ja-Stimmen gegen 53 Nein-Stimmen bei 34 Enthaltungen für einen Richtlinien-Entwurf zum Verbot bestimmter Einwegplastikartikel (5).

    Zu den betroffenen Kunststoffprodukten gehören:

    • Einwegteller
    • Einwegbesteck (Gabeln, Messer, Löffel, Essstäbchen (Chopsticks))
    • Rührstäbchen
    • Trickhalme
    • Luftballonhalter
    • Wattestäbchen

    Für diese Produkte gibt es aus Sicht der EU-Kommision bereits Alternativen.

  • Erst wollte ich "plastikfrei" in der Überschrift schreiben. Aber Computer, Drucker, Monitor plastikfrei? Nicht wirklich.

    Jedoch bisschen was geht schon. wink Etliche Sachen kann man durch Metall oder Holz ersetzen.

  • GewürzmischungenGewürze sind gern in kleinen Kunststoffstreuern mit teilweise irrwitzigen Preisen pro 100 g. Das fällt bei kleinen Packungsgrößen oft gar nicht auf, bevor man von allen gleichartigen Produkten den normierten 100 g Preis verglichen hat. Letztlich halten die kleinen Packungsgrößen oft nicht lange und landen im Müll.

    Hier kann man viel sparen. Zum einen beim Plastik, zum anderen beim Produkt.

  • ScheuermilchScheuermilch bzw. Scheuerpulver ist das übliche Haushaltsmittel bei angebrannen Töpfen oder Pfannen - abgesehen von langem Einweichen. Hier kommt das normale Spülmittel nicht weiter.

    Scheuermilch bekomme ich in meinem Umfeld nicht als Nachfüllpack und sie wird wie viele Reinigungsmittel in Kunststoffflaschen verkauft. Damit habe ich dann wieder das Müllproblem, das ich vermeiden will.

    Inzwischen sind meine Vorräte aufgebraucht und ich brauche eine Alternative. Wie bisher probiere ich auch hier eine DIY-Variante aus. Diverse Grundzutaten habe ich inzwischen, nachdem ich seit 2 Monaten Waschpulver aus Natron, Waschsoda und Kernseife selbst herstelle.

  • Waschpulver kann man aus wenigen Grundzutaten selbst herstellen. Aber wie ist die Reinigungswirkung ganz ohne den High-tech Schnickschnack der Industrie? Das habe ich an ein paar Stoffstücken mit Flecken getestet.

  • So, nun Butter bei die Fische. cool Was lässt sich machen? Wo kann ich Plastikmüllquellen komplett ausschalten oder verkleinern?

    Manchmal hilft die Frage: Wie war das früher bei den Großeltern? Oft findet man dann leichter plastikfreie Alternativen.

  • Über die Jahre können sich in der Küche viele Kunststoffprodukte ansammeln, die zu Omas Zeiten noch aus Edelstahl oder Holz waren. Das fällt vielen erst auf, wenn sie sich mit dem Problem potenzieller Plastikpartikel im Essen auseinandersetzen.

    Glücklicherweise kann man zu den Wurzeln zurückkehren, denn die "Originale" sind im Handel erhältlich. Bei mir ist das wesentliche Problem der Verpackungsmüll.

  • GelbtafelWenn man Zimmerpflanzen in neue Erde eintopft, treten manchmal nach ein bis zwei Wochen kleine Fliegen an den Töpfen auf. Dabei handelt es sich meist um über die Erde eingeschleppte Trauerfliegen oder auch Trauermücken.

    Gleiches kann passieren, wenn man dauerhaft stehendes Wasser im Übertopf hat bzw. die Erde immer zu feucht ist.

  • ... ist meiner Meinung nach der wirkungsvollste Ansatz, das Haushaltsmüllaufkommen sofort drastisch zu reduzieren. Leider macht der Handel die Sache schwer. Unverpackt-Läden sind noch selten. Hofläden sind für Städter selten verfügbar. Wochenmärkte sind nicht überall vorhanden und leider geöffnet, wenn Berufstätige meist keine Zeit haben. Discounter und Supermärkte versorgen den Großteil der Bevölkerung. Leider sind genau dort unfassbar viele Waren in Kunststoff verpackt.

  • DIY-WaschmittelDie Geschäfte stehen voll mit Waschmitteln, teilweise in Monsterpackungen, die mega oder ultra oder super oder strahlen sauber machen. Fakt ist doch aber, dass in den meisten Haushalten die Wäsche einmal getragen wird, dann durchgeschwitzt ist und im Wäschekorb landet. Aber richtig schmutzig ist sie nicht. Nur z.B. Arbeitsbekleidung oder Kinderbekleidung können mal richtig dreckig sein. Dann aber sind eher die Flecken von Speisen oder von Gras das Problem und nicht Erde oder Sand. Also müsste für die meisten Fälle auch ein einfaches Waschmittel reichen. Unsere Ururgroßeltern hatten ja auch nicht den kunterbunten Chemiecocktail der Neuzeit zur Auswahl. Und moderne Waschmittel gibt es eigentlich noch nicht einmal 100 Jahre, Maschinenwaschmittel eigentlich erst seit ca. 60 Jahren.